Marketing

Die einfachste Möglichkeit, um mit Ihrer Webseite Kunden zu gewinnen

Haben Sie sich bei der Erstellung Ihrer Webseite eigentlich überlegt, welche Ziele Sie damit verfolgen?
Sollte die Webseite lediglich der Unternehmensdarstellung dienen oder Kunden gewinnen?

Die wahrscheinlichste Antwort wird sein – beides.

Warum das bei den meisten Webseiten nicht funktioniert, versuche ich heute zu erklären.

Man findet auf diesen Seiten meist eine kurze Beschreibung des Unternehmens, die angebotenen Leistungen und, im besten Fall, einen Kontaktbereich.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, diese Unternehmensinformationen haben selbstverständlich ihre Berechtigung und gehören auf jede Unternehmensseite. Es gibt auch Nutzer die gezielt nach diesen Informationen suchen.
Meist werden das allerdings die Nutzer sein, die Ihr Unternehmen schon kennen und nur aktuelle Kontaktdaten benötigen. Potentielle Neukunden werden Sie damit aber eher weniger erreichen.

Aber warum ist das so?

Kunden gewinnen

Der Weg zu einer erfolgreichen Webseite.

Foto von Jake Ingle via Unsplash

Internetnutzer, die Google verwenden, suchen nach Informationen, Lösungen und einen aktiven Austausch.
Sie haben eine Frage oder ein Problem, und das wollen sie lösen.

Nehmen wir an, ein Nutzer informiert sich bei über das Thema „wie verlegt man Laminat“.
Sie sind ein Handwerker, der sich auf dieses Thema spezialisiert hat und die Webseite bei der Erstellung auf die entsprechenden Suchbegriffe ausgerichtet hat.

Der Nutzer kommt also auf Ihre Webseite und sieht, dass Sie diese Dienstleistung anbieten, vielleicht auch schon 20 Jahre Erfahrung darin haben und ihm gerne ein Angebot unterbreiten können.

Jetzt könnte sich der Nutzer einerseits denken – super, der macht das schon 20 Jahre, muss also dementsprechend Erfahrung haben und ist genau der, den ich jetzt gerade suche – oder, und das ist wahrscheinlicher, er verlässt die Seite wieder und sucht weiter.

Das hat 2 Gründe.

1. Sie haben sein Problem nicht gelöst. Der Nutzer wollte wissen „wie“ man Laminat verlegt. Er sucht diese Information also wahrscheinlich, weil er dieses Vorhaben selbst umsetzen möchte und dabei Hilfe benötigt.

2. Sie sind aller Voraussicht nach nicht der einzige Dienstleister in dieser Branche. Der Nutzer kann anhand Ihrer Webseite nicht einschätzen, ob Sie der Richtige für Ihn sind und ob Sie die Arbeiten qualitativ zufriedenstellend fertigstellen werden. Er hat kein Vertrauen in Sie.

Die bessere Variante

 

Nehmen wir jetzt an, Sie betreiben auf Ihrer Webseite zusätzlich einen Blog und haben einen Artikel mit Tipps zum Verlegen von Laminat und zu den Unterschieden der verschiedenen Fußbodenbeläge veröffentlicht.
Diesem Artikel haben Sie auch passende Bilder oder eventuell sogar ein kurzes Video beigefügt.
Der Nutzer kommt über diesen Beitrag auf Ihre Webseite und erhält Tipps, wie er am besten an das Thema herangehen sollte, welches Material für ihn sinnvoll ist und kann einschätzen, ob er das alleine bewältigen kann, oder lieber professionelle Hilfe in Anspruch nimmt. Und da er sowieso gerade auf Ihrer Seite ist, schaut er sich noch andere, für ihn interessante Artikel an, informiert sich über Ihre Leistungen und kontaktiert Sie im besten Fall.

Sie bieten ihm nämlich einen Mehrwert, den andere Handwerker nicht bieten und geben ihm gleichzeitig einen Einblick in Ihre Arbeitsweise. Außerdem hat er die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen und mögliche Fragen zu stellen. Sie kommunizieren also über diesen Beitrag auch noch direkt mit dem Interessenten.

“Content baut Beziehungen auf. Beziehungen bauen auf Vertrauen auf. Vertrauen treibt Umsatz voran.” – Andrew Davis, Autor

relevante Inhalte

Neue Kunden durch relevante Inhalte.

Foto von Helloquence via Unsplash

Sie werden zur Vertrauensperson

 

Indem Sie Beiträge in Ihrem Blog veröffentlichen, die Ihrer Zielgruppe helfen und sich mit Interessenten austauschen, gewinnen Sie Ihr Vertrauen. Sie werden als Fachmann anerkannt, der weiß, wovon er spricht. Menschen vertrauen Spezialisten, die Ihnen Themen verständlich näherbringen können. Vor allem wenn die Beiträge so geschrieben sind, dass auch Laien sie verstehen und sich in das Thema hineinversetzen können.

Nicht ist schlimmer als Fachbegriffe, die nicht erklärt, sondern deren Bedeutung vorausgesetzt wird.
Machen Sie es dem Nutzer einfach und schreiben Sie in leicht verständlichen Worten.
Ein Blogbeitrag muss keine wissenschaftliche Ausführung sein.
Es sei denn Sie sind Wissenschaftler und und berichten über Ihre neuesten Theorien oder Abhandlungen, aber dann wird Ihre Zielgruppe wahrscheinlich auch spezieller sein 🙂

Falls Sie kein Handwerker sein sollten, und denken das dieses Beispiel nicht auf Ihre Branche übernommen werden kann, kann ich Sie beruhigen. Es gibt in jeder Branche etwas, über das es sich zu schreiben lohnt, und das dem Nutzer einen Mehrwert bietet.

Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Zielgruppe. Welche Fragen könnten auftauchen. Wie könnten Sie ihnen vorab schon helfen.
Eventuell ist Ihnen bei Ihren bisherigen Kunden schon aufgefallen, dass teilweise immer die gleichen Fragen gestellt werden.
Super, schreiben Sie einen Artikel darüber und beantworten Sie diese Fragen darin.

Und falls Sie wirklich einmal keine Idee für einen Beitrag haben, entwerfen Sie eine Checkliste oder eine Sammlung von Tipps und Tricks, die sich Nutzer herunterladen können. Diese kostenlosen Downloads sind auch eine gute Möglichkeit Nutzer für den eigenen E-Mail-Newsletter zu gewinnen.

Aber was haben Sie davon, außer mehr Arbeit für kostenlose Informationen?

 

Sie erreichen eine bessere Position in den Suchmaschinen und werden ganz nebenbei auch für Suchbegriffe gefunden an die Sie gar nicht gedacht hätten.

Webseiten die über Jahre hinweg keine neuen Informationen bereitstellen, sind für Suchmaschinen uninteressant.
Google versucht, dem Nutzer Webseiten zu empfehlen, die qualitativ hochwertige, relevante und einzigartige Inhalte zu seiner Frage bieten (mehr Informationen).
Es reicht also nicht mehr, dass der entsprechende Suchbegriff auf Ihrer Webseite enthalten ist, der Informationsgehalt muss stimmen und möglichst aktuell sein.

Diese Anforderung an die Erstellung hochwertiger Inhalte ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden.
Umso mehr relevante Inhalte Sie den Nutzern also zur Verfügung stellen, umso öfter werden diese auch in sozialen Medien oder anderen Blogs geteilt oder verlinkt, und somit Ihre Position in den Suchmaschinen verbessert.

Sie sehen also, ein Blog hilft Ihnen, Ihre Position im Internet zu verbessern, sich als Fachmann und Vertrauensperson darzustellen und direkt mit Interessenten zu kommunizieren.
Somit schaffen Sie die Grundlage um aus Interessenten Kunden, und aus Kunden Empfehler zu machen.
Denn Kunden, deren Erwartungen Sie erfüllt oder sogar übertroffen haben, werden Sie aller Voraussicht nach auch weiterempfehlen.

durchhalten

Bleiben Sie am Ball.

Foto von Bethany Legg via StockSnap

Zum Schluss noch einige Anmerkungen.

Ein Blog erfordert Arbeit und Zeit. Man recherchiert Themen, schreibt erste Gedanken auf und muss dann alles noch so verpacken, dass es für den Leser interessant ist.
Ein Blog wird Ihnen auch nicht sofort den erhofften Erfolg bringen.

Warum sollte diese Methode also der einfachste Weg sein?
Weil Sie über Themen schreiben, die Ihr Unternehmen und Ihre Branche betreffen. Wenn man ein eigenes Unternehmen aufgebaut hat, kennt man sich in seiner Branche, und dem was man tut aus.
Man kennt die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und kann auf diese eingehen.

Natürlich könnte man auch einfach Geld in die Hand nehmen, eine Werbeanzeige für seine Webseite schalten, und so ziemlich schnell oben in den Suchergebnissen landen.
Das bringt wahrscheinlich auch erst einmal viele Nutzer auf die Webseite, die diese aber schnell wieder verlassen.
Entweder weil sie sich einfach verklickt haben und die kleine Notiz „Anzeige“ nicht wahrgenommen haben, oder weil sie einfach nicht die nötigen Informationen gefunden haben.

Ein Blog ist nachhaltig.

 
Einmal aufgesetzt kann man die Inhalte immer wieder verwenden. Man kann bestimmte Themen aktualisieren, weil sich im Laufe der Zeit etwas geändert hat oder es neue, und einfachere Methoden zur Umsetzung eines Themas gibt.
Man kann ältere Beiträge immer wieder in den sozialen Netzwerken teilen, weil bestimmte Themen jetzt aktuell sind, es vor einem halben Jahr noch nicht waren.

Es ist nur wichtig, nicht gleich aufzugeben. 1 oder 2 Beiträge zu verfassen, und sich dann darauf auszuruhen und zu warten etwas passiert bringt nichts.
Bleiben Sie am Ball. Noch einmal, je mehr relevante Beiträge Sie verfassen, und je mehr Menschen Sie damit erreichen, je eher werden Sie von Ihrer Zielgruppe als Fachmann und Ansprechpartner angenommen.
Nehmen Sie sich also die Zeit und Sie werden merken, dass Sie immer besser im schreiben werden und Ihnen immer wieder Themen einfallen an die Sie anfangs gar nicht gedacht haben. Nutzen Sie Fragen und Kommentare aus anderen Beiträgen und entwickeln Sie daraus neue Artikel.

Es wird sich auf Dauer auszahlen.

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Gunnar Hagemeister

Ich bin seit über 10 Jahren selbständig und unterstütze andere Selbständige bei den Themen Web und Online-Marketing.
In meinem Blog teile ich das, was ich weißt, mit Menschen, die es wissen wollen.
In meiner Freizeit bin ich begeisterter Hobbyfotograf und Vater.